CF-Card - CompactFlash-Card

Die 2 MB bis 256 GB großen CompactFlash-Speicherkarten sind Speichermedien ohne bewegliche Teile. Auf dem wiederbeschreibbaren Flash-Speicher können Informationen dauerhaft gespeichert werden.

SM-Card - SmartMedia-Card

Die Speicherkapazität von SmartMedia-Karten liegt zwischen 2 und 128 MB. Das in Flash-Technologie hergestellte digitale Speichermedium wird in MP3-Spielern, Keyboards, Digitalkameras, Sequenzern, Groovebox und in digitalen Aufnahmegeräten eingesetzt.


CompactFlash (CF)

Hauptsächlich für digitale Speichermedien ist CompactFlash (CF) ein Schnittstellenstandard und findet in Form von CF-Karten unter anderem Verwendung in Computern, Netzwerkkomponenten, PDA (Personal Digital Assistants) und natürlich in digitalen Fotoapparaten (Digitalkameras).

Aufbau
Im Gegensatz zu den Speichermedien wie optische Laufwerke (CD-Laufwerke / DVD-Laufwerke) und mechanischen Festplatten (HDD) sind die CompactFlash-Speicherkarten üblicherweise ohne bewegliche Teile. Auf einem wiederbeschreibbaren Flash-Speicher werden die Informationen dauerhaft gespeichert. Es gab allerdings zwischenzeitlich von IBM die sogenannte Microdrive, das waren kleine Festplatten im CF-II-Kartengehäuse als Speichermedium und hatten den Vorteil eines besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses als die Flash-Chips. Allerdings sind diese Lösungen wegen des Preisverfalls der Flash-Speicher zwischen den Jahren 2005 und 2006 praktisch vollständig vom Markt verschwunden.

Neben dem eigentlichen Speicherchip haben die mit Flash-Speicher ausgestattet CompactFlash-Karten noch einen Controller, der nach außen hin eine (E)-IDE-Schnittstelle anbietet sowie den Speicher verwaltet. Die Form des Steckers unterscheidet sich allerdings von herkömmlichen IDE-Schnittstellen. Der karteninterne Controller ist, im Gegensatz zu allen anderen Flash-basierten Speicherkarten, für die Adressierung des eigentlichen Speichers zuständig und nicht das Endgerät (etwa die Digitalkamera). Daher bleiben gegenüber dem Host-Gerät die recht komplizierten Details der Flash-Speicher-Ansteuerung verborgen. CF-Karten mit hoher Kapazität können bei vorhandener Unterstützung des Dateisystem das mehr Speicher adressieren kann (wie FAT32 gegenüber FAT16) auch von älteren Geräten gelesen werden.

Verbreitung
Lange Zeit war die CompactFlash-Technologie Marktführer bei den digitalen Speichermedien (für Digitalkameras), seit den späten 2000er Jahren wird sie aber zunehmend von der SD-Card (SecureDigital-Card) verdrängt. Im professionellen Bereich werden bei den neuen Modellen digitaler Spiegelreflexkameras je nach Hersteller meist noch CompactFlash-Karten eingesetzt. Im Einsteigersegment werden generell schon die günstigeren SD-Karten eingesetzt. Im Vergleich zu SD-Karten bieten die CF-Karten größere Speichermengen und schnellere Transferraten, was hier die Vorliebe im professionellen Bereich erklärt. Auch ist die CompactFlashKarte, durch das meistens verwendete Metallgehäuse, robuster als die SD-Karten. Auch sind die Kontakte geschützt untergebracht. Ganz einfach und schnell kann man CompactFlashKarten mit Hilfe von Adaptern als Festplattenersatz verwenden, da sie kompatibel zu den Standards PCMCIA und IDE sind.

Anwendungsgebiete
CompactFlash-Karten als Speichermedium sind am häufigsten in Digitalkameras anzutreffen da sie im professionellen Bereich der Pressefotografie Anwendung finden. Wenn aus Platzgründen, Witterungsgründen oder Energiegründen keine Disc-Systeme oder Festplatten-Systeme verwendet werden, findet die CompactFlashCard auch in der professionellen mobilen digitalen Audioaufzeichnung Verwendung.

Sie eignen sich ideal für den Einsatz in Mobil-Systemen oder Industrie-Systemen, da CompactFlash-Karten relativ unempfindlich gegenüber Stößen sind weil sie keine beweglichen Teile besitzen. Sie werden dort häufig als einziger Festspeicher benutzt. Wahlweise können die Industriecomputer einiger Hersteller mit fest integriertem IDE-Port oder CompactFlash-Slot konfiguriert werden. Für QNX-Systeme oder Linux-Systeme wird die CompactFlash-Karte dann meist neu partitioniert und mit einem anderen Dateisystem formatiert.


SmartMedia (SM)

Die im Jahre 1996 von Toshiba entwickelte SmartMedia-Card (SM-Card; selten auch SSFDC (Solid State Floppy Disk Card)) ist ein in Flash-Technologie gebautes digitales Speichermedium mit Speicherkapazitäten von 2 MB bis 128 MB. Eingesetzt wurde es in digitalen Aufnahmegeräten, MP3-Player, Keyboards, Sequenzern und in Digitalkameras.

Eigenschaften
Der Controller muss bei diesem Speicherkartentyp im Laufwerk, das heisst auf dem PCMCIA-Adapter oder in der Digitalkamera untergebracht sein und befindet sich daher nicht auf der SmartMediaCard. Es werden nur SmartMedia-Karten bis zu einer bestimmten Größe in den Geräte von den eingebauten Controllern unterstützt. Durch eine Firmware-Aktualisierung kann in einigen wenigen Fällen die maximal unterstützte Kapazität angehoben werden. Auch ist darauf zu achten, SmartMedia-Karten mit der unterstützten Versorgungsspannung zu verwenden (neu: 3,3 V, alt: 5 V).

Die Datenübertragungsgeschwindigkeit der SmartMediaCard beträgt 0,8 MB/s. Die SmartMediaKarte verfügt über 22 Kontakte, ist etwa 2 Gramm schwer und hat die Maße 45mm × 37mm × 0,76mm. Die aktuelle Betriebsspannung der Smart-Media-Card liegt bei 3,3 Volt und einem Speichervolumen von bis zu 128 MB, zu Beginn lag die Betriebsspannung bei 5 Volt und es gab nur Speicherkapazitäten bis 4 MB. Die 3,3-V-Version hat eine abgeschrägte Ecke oben rechts, die 5-V-Version hat die abgeschrägte Ecke oben links.

Es gibt Multi-Kartenleser, diese erkennen mit Hilfe eines Schalters welche Ecke abgeschrägt ist und stellen sich automatisch auf die 5 Volt und die 3,3 Volt Speicherkarten ein. Zu Sicherheit überprüfen sie auch ob Kontakt 17 (oben mittig) leitend mit den Kontakten 22 (oben rechts) wie auch 12 (oben links) verbunden ist.
Bei aktuellen Kartenlesegeräten wird immer häufiger nur noch die 3,3 Volt-Variante unterstützt. In solche Geräte lässt sich die ältere 5-Volt-Version nicht mehr korrekt einschieben.

Störanfälligkeit
Die SmartMedia-Karte ist aufgrund der großen und ungeschützt auf der Oberseite liegenden Kontakte relativ anfällig gegenüber elektrostatischen Entladungen. Daher sind Aktivitäten (wie das Abreiben mit einem Wolltuch oder das berühren der Kontakte mit den Fingen) bei denen statische Elektrizität übertragen oder erzeugt werden kann zu vermeiden. Datenverlust oder merkwürdige Lesefehler/Schreibfehler sind ein Hinweis auf verschmutzte Kontaktflächen. Die Reinigung der verschmutzten Kontaktflächen birgt zusätzlich die Gefahr von einer Beschädigung durch elektrostatische Entladung.

Bei Benutzung der Karte in einem Speicherkartenlesegerät gibt es häufig Schreibfehler beziehungsweise Lesefehler bis hin zum kompletten Datenverlust. Mit Hilfe spezieller Datenrettungsprogramme ist eine Wiederherstellung möglich.

Um weitere Gefahren das Datenverlustes auszuschliessen ist es besser die Smart-Media-Speicherkarte nicht im Kartenleser zu betreiben, sondern gleich das verwendete Gerät (Digitalkamera usw.) direkt an den Computer anzuschliessen und die Daten auf der Karte über diesen Weg auszulesen.